5 Tipps wie man Lampenfieber in den Griff bekommt

 

Mal ganz wissenschaftlich: 5 Tipps wie man Lampenfieber in den Griff bekommt

Ob Pitch, Präsentation oder Vorstellungsgespräch: Lampenfieber kennen wir alle. Wenn man darüber spricht, winken Freunde und Kollegen oft ab: „Da muss man durch!“ Stimmt. Aber es geht bei diesen Terminen um Dinge, die uns wichtig sind. Das verrät uns unser Körper – durch Stress und Lampenfieber. Sie sind natürliche, wissenschaftlich erklärbare Schutzreaktionen. Und die Wissenschaft verrät uns auch, was wir tun können, damit uns ihre Reaktionen nicht etwa im entscheidenden Moment ein Bein stellen.  

„Die größte Waffe gegen Stress ist unsere Fähigkeit, zwischen Gedanken zu wählen.” –William James.

 

  1. Erkennen Sie Paniksignale

Wenn wir uns einer herausfordernden Situation stellen müssen, wechselt unser Gehirn und unser Körper in einen Zustand, indem beide versuchen zu entscheiden, ob es klüger ist zu flüchten oder zu kämpfen. Beide Varianten sind bei einem Vorstellungsgespräch oder einer Präsentation wenig hilfreich. Dabei sind die ersten Effekte an sich positiv:  Stresshormone überfluten den Körper, wir werden schneller, belastbarer, unsere Reaktionszeit verbessert sich. Feine Sache, aber nicht, wenn der Stress über lange Zeiträume anhält. Dann nämlich gewöhnt sich der Körper an das Stressniveau und es drohen chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck, Magenbeschwerden oder Herzproblemen. Wenn Sie sich also dabei ertappen, dass Sie sich vor Terminen auf dem Klo verstecken wollen oder sich für Ihr Gegenüber unfreundliche Todesarten ausmalen, sollten Sie eine Entspannungsmethode parat haben, die Ihnen hilft, Druck aus der Situation zu nehmen.

  1. Atmen Sie doch mal durch

Viele der effizientesten Entspannungsmethoden, basieren auf Atemtechniken. Bei flacher Stressatmung nutzen wir die Bauchfellmuskulatur nicht (Zwerchfell). Es hilft also bereits tief zu atmen. Das ganze Geheimnis? Machen Sie beim Einatmen ein Bäuchlein! Und jetzt stellen Sie sich vor, Sie atmen bis in die Zehen hinein, kurz halten, und schön langsam ausatmen. Legen Sie Ihre Hände rechts und links neben Ihren Nabel und konzentrieren Sie sich auf die Bewegung. So signalisieren Sie Ihrem Körper: Entwarnung. Gefahr vorbei. Puls herunterfahren und Stresshormone wegpacken. Zusatzbonus: Die konzentrierte Bewegung lenkt die Unruhe und Anspannung im autonomen Nervensystem in eine Aktivität, die Ihnen hilft.

  1. Pflegen Sie Ihren Vagus-Nerv

Wo wir gerade beim autonomen Nervensystem sind. Es ist kein Zufall, wenn Leute sagen, sie hätten die Nerven verloren. Ein für die Beruhigung der Nervenbahnen wesentlicher Nerv zieht sich vom Gehirnstamm zur Lunge, zum Herzen, dem Magen und weiter bis zum Darm. Es ist der Vagus-Nerv. Sie können ihn stimulieren und so das ganze Nervensystem beruhigen, zum Beispiel durch Meditation, körperliches Training, eine an Omega-3-Fettsäuren reichere Ernährung (z.B. in bestimmten Fischarten und Nüssen), aber interessanterweise auch durch positive Gedanken.

  1. Geben Sie Gefühlen einen Namen

Aktuelle Forschung (Link: Esther Sternberg), die sich mit der Interaktion zwischen Körper und Gehirn beschäftigt, legt nahe, dass die Begriffe, die wir Gefühlen zuordnen, unsere positive oder negative Wahrnehmung dieser Gefühle beeinflussen. Angstgefühle kann man als Vorsicht oder sogar Vorfreude, Unbehagen als Wachsamkeit bezeichnen. Sich unter Druck zu fühlen, kann auch bedeuten, dass man umworben wird. Je erfolgreicher Sie diese Technik für sich entwickeln, desto häufiger können diese Gefühle ein positiver Antrieb sein und desto seltener werden Sie sich bei Paniksignalen als Kaninchen vor der Schlange wiederfinden.

  1. Seien Sie gut zu sich

Was tun Sie so für sich, damit Ihr Motor im Alltag wie geschmiert läuft? Es muss ja nicht gleich ein Ölwechsel oder eine Frischzellenkur sein. Dass eine ausgewogene Lebensweise mit ausreichend Schlaf, Bewegung und reichhaltiger Ernährung Sie belastbarer und leistungsfähiger macht, wissen Sie sicher schon. Aber wussten Sie, dass ein an Kohlehydraten reiches Frühstück Ihren Blutzucker abstürzen lassen kann? Das macht grummelig und ungeduldig. Ein an Eiweißen reiches Frühstück hingegen, beugt dem Zucker-Crash länger vor und der Vormittag bleibt länger Ihr Freund.

Lampenfieber, Sie merken es, ist richtig und wichtig. Lernen Sie, seine negativen Symptome zu erkennen und zu überlisten, und machen Sie sich seine positiven Seiten zu Nutze: Viel Erfolg!

“Ein ruhiger Geist bringt innere Kraft und Selbstvertrauen, also ist das sehr wichtig für gute Gesundheit.“ –Dalai Lama

 

 

Bild: ©Fotolia c.heusler